2 Wochen ein neues Land – Panama, viele spannende Abenteuer, interessante IMG_4428Begegnungen, tolle neue  Geschichten. Glücklich, rund um zufrieden und ja vor allem rund kam ich vor zwei Tagen wieder in San José an…Da ich so viel zu berichten habe über die zwei Wochen werde ich meinen Bericht teilen. Im Folgenden werde ich über Panama City und San Blas berichten und im nachfolgenden Beitrag wird es um den zweiten Teil der Reise gehen…

Am 27.12. ging es los – Louisa und ich fuhren mit dem Ticabus über Nacht nach Panama. Morgens 5 Uhr kamen wir an der Grenze an, wo wir noch eine gute Stunde warten mussten bis die ersten Lichter am Schalter angingen. Ohne Probleme bekamen wir unsere Ausreisestempel und durften über die Grenze von Costa Rica nach Panama laufen. Drüben angekommen wartete schon die nächste Schlange auf uns, in der wir unsere Einreisestempel bekamen. Weiteres Schlange stehen bei der Gepäckkontrolle und weiter ging die Fahrt. Als wir weiterfuhren waren wir sehr positiv überrascht, dass es sogar ein Boardprogramm gab, mit richtig guten Filmen. Obendrein bekamen wir sogar Gallo Pinto mit Rührei zum Frühstück serviert. Man könnte sagen uns ging es nicht schlecht.

Ankunft in Casco Viejo – Panama City

Gegen 17 Uhr kamen wir im Hostel Luna’s Castle in Cascio Viejo an und waren völig IMG_4473begeistert, was für ein schönes Hostel. Massive Holzbetten, einen Vorhang vorm Bett, einen Lichtschalter. Ich habe definitiv schon schlechter geschlafen.

Um unseren Urlaub richtig zu beginnen gönnen wir uns ein Willkommens-Bier auf der Hostelterrasse, wobei wir auch gleich mit drei Australiern ins Gespräch kommen und aus einem Bier werden schnell 2, 3 vielleicht auch 4, ganz so genau weiß ich das jetzt nicht mehr;)

Als wir auf der Suche nach Nahrung das Hostel verlassen, werden wir ganz verzaubert von der wunderschönen Altstadt, in der wir uns befinden und was das ganze noch viel schöner macht – es war warm. Wir konnten ohne Jacke abends noch durch die Gassen schlendern, das habe ich schon vermisst. Wir sitzen abends noch eine ganze Weile auf der Mauer an der Promenade und schauen auf das Meer hinaus. Wasser macht eine Stadt einfach automatisch schöner.

Sightseeing und Schlemmen

Nachdem wir uns am nächsten Morgen im Hostel mit Pancakes und Bananen IMG_4488gestärkt haben ging unsere Sightseeing  Tour los. Unser Ziel war der Cerro Ancón, ein Berg, von dem aus man die ganze Stadt, sowie den Beginn des Panamakanals überblicken kann. Der Gang nach oben bringt einen bei den Temperaturen ganz gut ins schwitzen lohnt sich aber sehr.

Am Nachmittag, zurück in Casco Viejo lassen wir es uns richtig gut gehen. Wir finden eine Pizzeria mit guten Preisen und tollem Essen und danach ist sogar noch ein original italienisch Eis drin. Liebe geht eben doch durch den Magen und wir zwei sind gerade sehr verliebt in diese tolle Altstadt. Wobei uns auch sehr bewusst wurde, dass dies nur ein Teil der Realität ist. Verlässt man diesen Teil der Stadt nur um ein bis zwei Straßen zeigt sich ein ganz anderes Bild. Eine vorwiegend schwarze Bevölkerung, die in sehr heruntergekommenen Häuserblöcken lebt und die nur Meter entfernt zu sehen muss, wie die „Reichen und Schönen“ sich in Casco Viejo vergnügen. IMG_4433

Diese Realität machte mich unheimlich traurig und ich kann es den zwei kleinen schwarzen Mädchen nicht verübeln, dass sie uns böse Blicke zu warfen, als wir uns ihrem Barrio näherten – denn für sie verkörperten wir genau das Bild, der reichen weißen, die nur wenige Straßen entfernt ihren Urlaub genossen.

San Blas – Guna Yala

Am 30.12. wurden wir 5.40Uhr am Hostel abgeholt und trafen im Jeep auf 4 andere deutsche Mädels. Die Fahrt zum Hafen dauerte ca. 2 Stunden und dort angekommen wurden wir an unseren Bootsführer übergeben. Germain kannte sich sehr gut in der deutsche Sprache aus, zumindest was die Schimpfwörter angeht und alles informelle, war er sehr gut bewandert.

Er brachte uns zu unserer Unterkunft ( Schlafsaal in einer Bambushütte) auf der IMG_4518Isla Aroma. Wir waren wirklich im Paradies. Die Überfahrt war ganz schön holprig, aber daran gewöhnten wir uns die nächsten Tage noch. Wir packten schnell unsere Sachen in die Hütte und dann ging es auch schon auf unseren ersten Tagesausflug. Ich habe leider fast alle Namen der Inseln wieder vergessen, aber ich weiß, dass die erste Insel, die wir besuchten mein absolutes Highlight war.

Auf der ersten Insel angekommen bekamen wir Schnorchelequipment in die Hand IMG_4537gedrückt und ganz wichtig Tortillachips und Rum wurden auch sofort aufgetischt. Wir hielten uns den ersten Tag vom Rum fern, da uns Uhrzeit und Temperatur doch etwas zu krass vorkamen, als dass uns der Sinn nach Rum stand. Wir verbrachten einige Stunden auf der Insel, machten Fotos, bekamen Mittag essen, entspannten uns und entdeckten beim Schnorcheln sogar riesige rote, wunderschöne Seesterne.

Abends zurück auf der Insel bekamen wir kalte, labbrige Pommes mit Salat, wer wollte konnte noch Hühnchen dazu bekommen und als ich fragte, was sie denn gegessen haben,war ich etwas traurig, dass wir ein solch „westliches Touri-Essen“ vorgesetzt bekamen. Abends saßen wir noch zusammen und uns fiel auf, dass fast nur Deutsche auf der Insel waren, völlig verrückt.

Der 31.12. verlief ähnlich. Nach dem Frühstück ging es auf eine Insel zum IMG_4578Schnorcheln und entspannen, am Nachmittag eine andere Insel, die auch wunderschön war und abends gab es zur Feier des Tages Hummer, frisch gefangen.

Wir Mädels spielten Karten und unser Guide Ian mischte die Runde erneut mit dem guten Abuelo Rum auf. Es wurde ein sehr witziger Abend und kurz nach 0Uhr sprangen wir ins Wasser – was für ein herrliches Gefühl.

Es war alles gut und schön, aber mir fehlte der kulturelle Teil, der so groß auf der Internetseite angepriesen wurde, also ging ich los und fing an Fragen zu stellen. Ich kam mit ein paar Jungs ins Gespräch, die zwischen 17 und 21 Jahren alt waren. IMG_4605Keiner von ihnen lebte mehr wirklich auf den Inseln, alle studierten sie in Panama City, aber sie konnten mir doch ein paar Auskünfte über kulturelle Besonderheiten, Generationenwechsel und das Aufbrechen der Traditionen erzählen. Von den älteren Gunas vor Ort konnte ich leider nicht soviel erfahren, weil viele kein Spanisch sprechen – sie es entweder nicht können oder nicht wollen und sie aber diejenigen sind, die wirklich noch in den 49 Comunidades auf den 360 Inseln leben und den Dialekt fließend sprechen.

Am 01.01. versprach Ian, unser Guide uns dann immer wieder, dass wir nachdem Mittagessen eine  kulturelle Stunde machen werden, in der wir alle Fragen stellen können. Als wir auf dem Rückweg zu unserer Insel waren, wurde aus der Stunde IMG_4650mit ihm plötzlich ein angeblicher Besuch in einem Gemeindezentrum und zu guter Letzt wurde nichts davon eingelöst und ich war traurig und enttäuscht. ich hatte mich schon den Tag zuvor damit abgefunden, dass ich mir meine Informationen und Quellen eben suchen müsste, aber durch das Versprechen seinerseits hatte ich doch nochmal Hoffnung und habe mich ungemein darauf gefreut, wodurch die Enttäuschung damit umso größer war. Der Abschied war wirklich nicht sehr schön, man machte uns sehr bewusst, dass wir nur eine Geldeinnahmequelle für sie waren und doch jetzt bitte auch einfach schnurstracks zurück aufs Festland sollten. Trotz allem waren es sehr schöne Tage und ich bin froh, dass wir da waren.

Zurück in Panama haben wir einen kleinen Mexikaner gefunden, der auch zum 01.01. offen hatte und genossen auf der Dachterrasse unser letztes gemeinsames Abendessen. Louisa bliebt noch einen Tag länger in Panama und ich zog den nächsten Tag, am 02.01., 9Uhr morgens mit dem Bus weiter nach David.

Fortsetzung folgt….

Die Bilder zum Beitrag könnt ihr im Bereich der Galerie finden unter Panama Teil 1 – Panama City und San Blas

 

Euch allen ein ganz wundervolles neues Jahr, mit vielen tollen Begegnungen, Abenteuern und allem was ihr euch wünscht. So wie genug Courage und positive Einstellung, um auch mit Rückschlägen umgehen zu können.

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