Nachdem wir am 09.12.16 bei Voces unsere Weihnachtsfeier mit Sopa Azteca und Karaoke gebührend gefeiert haben, wurde es auch langsam ruhiger im Büro und am 17.12. war es dann soweit. Auf in den Urlaub.

6 Uhr morgens fuhr ich mit dem Bus, der Linie Cóbano los Richtung Santa Teresa. img_4249Nach ca. 2 Std. kamen wir in Puntarenas an und mussten auf die Fähre umsteigen. Da ich die Nach davor nicht geschlafen hatte, fühlte ich mich etwas gerädert. Die Fährfahrt dauerte etwas mehr als eine Stunde und die Aussicht auf die Halbinsel war wunderschön.

Kurz vor 11 Uhr sammelte uns der Bus auf der anderen Seite wieder ein und wir fuhren weiter nach Cóbano, wo ich einen Linienbus nach Santa Teresa nehmen musste. Als ich gegen 13.30 endlich im Hostel ankam, wollte ich so schnell wie möglich aus meinen schwarzen Klamotten raus, die für San José super, für Santa Teresa, mit 35°C  jedoch mehr als unangemessen ist.

Ich warf mich in meinen Bikini und lief mit Buch und Kamera bewaffnet einfach darauf los- Richtung Wasser. Es war echt heiß und mein Körper musste sich erst an das neue Klima gewöhnen, da San José doch um einiges kälter ist.

Zum Mittag setzte ich mich in ein nettes Lokal – die Fishbar, in de rich es mir so img_4309richtig gemütlich machte mit meinem Buch und dabei einen Salat, mit Fisch des Tages genoss.

Ich schlenderte weiter und beobachtete den Sonnenuntergang am Strand, einfach atemberaubend schön, vor allem weil noch so viele Surfer*innen im Wasser waren. Ich spürte wie alles zu kribbeln begann, als ich die Wellen und das Treiben im Meer beobachtete.

Am nächsten Tag war es dann soweit und ich lieh mir ein Surfboard aus für die nächsten drei Tage. Sonnencreme aufgetragen, Rushie an und auf gehts…Es ist ein img_4307Wahnsinnsgefühl wieder im Wasser zu sein, wieder auf einem Surfboard. Die ersten Wellen rollen ein und ich merke doch sehr schnell wie lang ich nicht mehr surfen war. Das Paddeln macht mir ganz schön zu schaffen, trotzdem war es wunderbar.

Dieses Gefühl von Freiheit, dass dieser Sport mit sich bringt. Es geht nur um dich, das Board und die Wellen und der Rest ist vollkommen egal und die Welt da draußen existiert für 1 – 2 std. einfach nicht mehr. Einen Tag lief ich bis zum Fischermarkt in Mal Pais, wodurch ich einen versteckten Strand fand, der menschenleer war. Wie ich diese Stille genoss, kein Autolärm, keine Menschen, kein Stress – nur der Strand, das Meer und die Vögel, die darüber kreisten, auf der Suche nach Nahrung. img_4326

Ich lerne im Hostel super nette Leute aus Argentinien, Chile, México und Costa Rica kennen. Das ist es was ich so liebe am Reisen und schön ist es im Slow Monkey Hostel, dass sehr viele aus Lateinamerika kommen und nicht nur aus Europa oder den Staaten.

4 Tage war ich in Santa Teresa und ich habe es in vollen Zügen genossen. Endlich wieder reisen, endlich wieder Hostelleben und vor allem alleine zu reisen, war die beste Entscheidung. Die Rückfahrt am 21.12. zieht sich auf 8 std. hin, aber die Fährfahrt in der Abenddämmerung macht alles wieder wett.img_4408

Am 22.12. treffe ich mich abends mit meinen Mädels, um unser eigenes kleines Vorweihnachten zu feiern. Es war ein super lustiger Abend, mit leckerer Gemüselasagne und jeder Menge Schoki. Ich bin wirklich froh, über eine so wundervolle Basis in San José.

Weihnachten auf Costaricanisch

Weihnachtsstimmung war bei mir bis zum 24.12. noch nicht aufgekommen, aber das war auch nicht schlimm und machte es vielleicht sogar noch leichter, weil dadurch kein Heimweh aufkam. Ich skypte vormittags mit meiner Familie in Deutschland und ich freute mich alle gesund und munter zu sehen.

15 Uhr ging ich mit meiner Gastmama Yasna und Bekannten zu einer Weihnachtsmesse in die katholische Kirche von Moravia. Sie war recht schön gestaltet und kurzweilig. Später am Nachmittag fuhren wir zu Yasnas Mama und ich lernte den Rest ihrer Schwestern, Nichten und weitere Familienmitglieder kennen – ein sehr lustiger Haufen.

19.30 begann dann unsere Weihnachtsfeier in ihrem Haus in Guadalupe. Der Tisch img_4412war sehr fein gedeckt und das Essen einfach lecker. Es gab alles wonach das Herz begehrte. Palmito, Salat, Artischocken, Spargel, Oliven, gefüllte Tomaten, eibgelegte Champignons, Reis, Kartoffelbrei und drei verschiedene Sorten Fleisch. Für mich gab es einen sehr leckeren Spinat, Pilz, Käseauflauf. Insgesamt waren wir 8 Leute, eine sehr ausgelassene Runde.

23 Uhr wurde die Bescherung eingeläutet. Jimena (6), die Enkelin meiner img_4420Gastmama war völlig aus dem Häuschen und freute sich ein Paket nachdem anderen aufmachen zu dürfen. Als dann auch noch der Weihnachtsmann die Plätzchen gegessen und das Glas Milch getrunken hatte und dazu auch noch Geschenke im Garten hinterlassen hatte, war das Wunder perfekt. Es stimmt wohl, dass der Weihnachtszauber erst durch Kinderaugen wieder so richtig magisch wird.

Es war ein ganz wundervolles Fest und ich bin sehr froh, diese Erfahrungen machen img_4425zu dürfen. Weihnachten in einer costa ricanischen Familie, die doch so schön verrückt ist, wie meine eigene in Deutschland. Ich bin dankbar für so viel Zu Hause, so weit weg von zu Hause.

Ende Dezember, nach 4 1/2 Monaten kann ich für mich nun doch wirklich sagen, ich bin angekommen. Die Arbeit und meine Kolleg*innen sind super, ich habe tolle Menschen um mich herum, die mein Leben ungemein bereichern und ich freue mich auf weitere 8 Monate.

Ich hoffe ihr hattet alle ein ganz wundervolles Weihnachtsfest, im Kreise eurer 15665654_1507100375970090_3921252338748143082_nLieben und ich wünsche euch einen guten Rutsch ins neue Jahr. Ihr werdet erst im Januar wieder von mir hören, da ich heute Abend mit einer Freundin nach Panama fahre.

Fühlt euch gedrückt

eure Jule

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