Die Kampagne „VozporVos“, die am 01.11.2016 publik gemacht wurde, entstand auf Grundlage der Zusammenarbeit verschiedener feministischer Organisationen, wie zum Beispiel dem Colectiva Caminando, dem GEMA ( Observatorio de Género y Medios Centroamericano, sowie Voces Nuestras.

Viele intelligente, kreative und starke Frauen haben an der Ausarbeitung der 14991356_1773884889542511_3112037533974322596_oKampagne mitgewirkt. Durch die Zusammenarbeit entstand ein Video, in dem Frauen aufzeigen, dass die Gewalt an Frauen keine Privatangelegenheit ist und Frauen in allen Gesellschaften unabhängig, von Hautfarbe, Geschlecht und Alter, betroffen sein können. Die Kampagne wurde vorwiegend in den social media Kanälen, im Radio und auf der Straße beworben, um aufmerksam zu machen auf Morde, die passieren aufgrund des Geschlechts. Diese Taten sind, nicht wie so oft beschrieben Taten aus Eifersucht oder aus Liebe. Diese Morde basieren auf der Grundlage eines sexistisch, patriarchalen Systems, der den Machismo fördert und Menschen, die nicht der heteronormativen Vorstellung von Maskulinität entsprechen diskriminiert und gefährdet ( darunter zu zählen sind Frauen, sowie die LGBTI-Community).

Dies gilt nicht zur Dämonisierung von Männern oder Maskulinität, Fakt ist: Der Feminismus hat bisher keinen Menschen getötet, der Machismo schon viel zu viele.

19.11.2016: Caminata Silenciosa

Am 19.11. um 10 Uhr begann der stille Protest, organisiert durch die Frauen des img_9071Colectiva Caminando. Ca. 20 Frauen, komplett in schwarz gekleidet, mit erhobenem Kopf und Schildern in den Händen – auf denen die grauenvollen Morde, der 19 Frauen ( November 2015 – bis heute ) in schwarzen dicken Buchstaben, auf leuchtend weißem Untergrund gedruckt waren.

Sie zogen durch die Fußgängerzone San Josés Zentrum, mit der Botschaft: Seht uns an, wir leben noch und wir sind hier für die, die nicht mehr hier sein können.

An 5 Stationen wurden Erklärungen verlesen, die Schicksale der ermordeten Frauen verlesen, Blumen niedergelegt – solidarisch Arm in Arm.

25.11.2016: Internationale Tag gegen die Gewalt an Frauenimg-20161108-wa0022

Am 25.11. waren über all auf der Welt Menschen auf der Straße, um gegen die Gewalt an Frauen zu protestieren. Dieses Jahr – aufgrund einer Hurricane-Warnung, entschieden die öffentlichen Behörden die Demonstration in San José abzusagen.

[Die Hurricane-Warnung war für Mittwochnacht bzw. Donnerstagmorgen und die Demonstration sollte am Freitagmorgen stattfinden, wurde jedoch fast eine Woche vorher abgesagt]

Es regte sich Empörung über die Regierungsentscheidung, von der man nun halten kann was Mensch möchte. Der Protest, der auf der Straße stattfinden sollte, wurde auf die Cyberstraße der sozialen Medien übertragen und den ganzen Tag posteten und teilten Menschen fleißig, was sie zu dem Thema „Gewalt an Frauen“ zu sagen hatten. Die Botschaft dahinter war:

„Ihr könnt uns vielleicht verbieten auf die Straßen zu gehen, ihr schafft es damit jedoch nicht, dass wir tatenlos und still zu Hause sitzen, wir schaffen es auch auf anderen Wegen von unserem Menschenrecht auf sozialen Protest Gebrauch zu machen“

Aus meinen eigenen Beobachtungen kann ich nur sagen, wie dankbar und froh ich bin, Teil dieses ganzen Teams gewesen zu sein. Ich habe unzählige engagierte Menschen kennen gelernt, die sich nicht durch Profit leiten lassen, sondern die für etwas einstehen für das ihr Herz schlägt, die sich darum bemühen ihr Umfeld zu verbessern und dabei nicht reich werden.

#Niunamenos #Vivasnosqueremos #25N

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