Hallo ihr wundervollen Menschen vor den Bildschirmen,

zu aller erst möchte ich mich noch einmal für all die wunderbaren Glückwünsche collage_birthdaybedanken, die mich auf den unterschiedlichsten Wegen erreicht haben. Ihr seid einfach die Besten und mir ist wieder einmal mehr bewusst geworden, wie privilegiert und glücklich ich mich schätzen kann, euch an meiner Seite zu wissen. Distanz spielt eben doch keine Rolle…

Wochenrückblick – Was macht der Alltag?

Am 14.09.16 war ich mit Louisa, einer weiteren Brot für die Welt Freiwilligen, die bei Actuar arbeitet an der Municipalidad Móntes de Oca, um die Festlichkeiten zum darauffolgenden Unabhängigkeitstag Costa Ricas zu bestaunen. Alle Schulen im Land üben monatelang für diesen einen Tag. Es gibt Musik, es wird getanzt und Gedichte wurden rezitiert. Dann war es soweit – die Fackelläufer*innen einer anderen Schule erschienen und übergaben die Fackel, feierlich und in einem zügigen Tempo an die nächste Gruppe. Diese zog sogleich auch, unter tosendem Applaus an der jubelnden Menge vorbei, um schnellstmöglich zur nächsten Schule zu gelangen. Seit mehreren Tagen ziehen die Fackelträger*innen durch Zentralamerika und übergeben das Feuer, auch wie das Olypmische Feuer, darf dieses nicht unterwegs ausgehen.

Uvita und Dominical – Endlich raus aus der Stadt

Da der 15.09. Nationalfeiertag ist,  fuhr ich mit Annabelle (von Mission eine Welt) und Berit (Brot für die Welt) nach Uvita, um einfach mal auszuspannen und dem UvitaGroßstadtlärm zu entfliehen.

Nach den letzten Wochen, die doch relativ angespannt verliefen, hatte ich das auch bitter nötig. Die Fahrt durch die Serpentinen vertrug ich nicht ganz so gut, sodass ich mich irgendwann, notgedrungen in den Gang des Busses auf den Boden setzte, um gerade aus schauen zu können. Der Bus stoppte gerade noch im richtigen Moment und mein Mageninhalt blieb dort wo er war – puh das war knapp.

Nach ca. 6 Stunden Busfahrt kamen wir in Uvita an und machten uns bei schwülen 30 Grad auf den Weg zu unserem Zeltplatz, der direkt am Strand lag. Die Gegen ist wirklich idyllisch. Puerto Viejo war auch wunderschön, aber doch etwas unruhiger, mehr Party und einfach viel mehr los. Uvita ist entspannt, ruhig, ein Ort, an den man fährt, um einfach mal die Seele baumeln zu lassen – gut zu essen, zu surfen, zu meditieren und einfach zu sein – Pura Vida

Sintflutartiger Regen – inmitten unter Palmen

Ab 14 Uhr fing es dann an zu regnen, wobei regnen untertrieben ist. Es begann aus Eimern zu schütten, wir setzten uns unter und lauschten, wie die Tropfen auf das Wellblechdach einprasselten. Wie wundervoll der Geruch frischen Regens doch ist, ohne Großstadtsmog. Ich bin ganz verliebt in diese Gegend.

Wir spielen Karten, tanzen im Regen und warten bis es aufhört. Nach vier Stunden Dauerregen realisierten wir so langsam, was Regenzeit wirklich bedeutet und dass es wohl nicht so schnell aufhören würde. Der Hunger überkam uns und wir entschieden uns, es zu wagen und zum Flutterby House  – einem ganz wundervollenFlutterby Hostel Uvita Surferhostel, mit toller Atmosphäre und fantastischem Essen, vorzulaufen. Wenn der Magen knurrt, dann läuft man auch durch Knie hohes Wasser, nur mit einer kleinen Taschenlampe in der Hand, die zumindest  für etwas Sicht sorgt. Was ein Abenteuer. Aber für das Essen lohnte sich der Weg auf jeden Fall.

Am nächsten Tag springen wir in die Wellen, es wird endlich Zeit, mit einem Board ins Wasser zu kommen. Die Wellen wurden im Laufe des Vormittags immer besser – que chiva!

Am Nachmittag besuchten wir den Wasserfall in Uvita, der für eine letzte wunderbare Abkühlung sorgte, bevor wir gegen 16Uhr den Rückweg nach San José antraten.

Voces Nuestras – Was mache ich eigentlich den ganzen Tag?

In den folgenden Wochen werde ich unter „Project Voces Nuestras“ euch mit Verlinkungen und weiteren Informationen über das Projekt auf dem Laufenden halten. Mein Team ist einfach super, hochintelligent und das Arbeiten mit ihnen bereitet mir viel Freude. Ich lerne sehr viel über die Kommunikation per se und wie Radio und Social Media Arbeit und alles eigentlich funktioniert.

Dominical – Traumstrände und Pura Vida

Das Wochenende vom 23.09. – 25.09. wurde ich von Pablo zum Geburtstag seines img_3858Cousins Alan nach Dominical eingeladen. Ich fuhr Freitagnachmittag los und wurde nach 5 Stunden Fahrt von den Jungs vom Bus abgeholt. Da war es wieder, dieses Gefühl von Freiheit, als ich aus dem Bus ausstieg. Ich konnte wieder durchatmen. Als ich das Haus betrat, was Alan gemietet hatte für das Wochenende, verschlug es mir die Sprache, einfach wow – diese Villa im Paradies.

Die Feier war total verrückt und sehr lustig. Tine und Jemima (zwei weitere Freiwillige) waren da und ich freute mich ungemein Pablo wiederzusehen, meine Verbindung nach Berlin. Es kamen ca. 20 Gäste zu der Party und wir tanzten die ganze Nacht zu elektronischer Musik, bis die Wolken wieder lila wurden.

Mein Geburtstagswochenende

Zu guter Letzt möchte ich euch von meinem wirklich fantastischen Geburtstagswochenende berichten, dass ich mir, um ehrlich zu sein, nicht so schön vorgestellt hatte. Freitag war ich mit einigen Freunden Salsa tanzen, in einem Club fb_10namens Pepper und Samstag stand eine Feier im Kamehouse an, mit ca. 20 Leuten. Wie fabelhaft doch alle aussahen mit Glitzer im Gesicht. Wir vergaßen aber auch bei der ganzen Feierei unseren Auftrag nicht, interkulturelles Lernen zu fördern und erklärten sogleich die Regeln für Flunkyball und luden die Ticos und Ticas ein, sich auf diese Institution de deutschen Kultur einzulassen;).

Vielen Dank noch einmal für all die wundervollen Menschen, ob nah, ob fern, diesen Tag mit mir gemeinsam zelebriert haben und so zu etwas ganz Besonderem gemacht haben.

Jetzt, nach ca. 2 Monaten kann ich sagen, ja mir geht es bestens und ich komme an. Ich fühle mich wohl in meinem Umfeld und genieße die kleinen und großen Wunder, die dieses wunderbare Land bereit hält.

 

 

 

 

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