Bienvenidos a Costa Rica

Vor einer Wochen bestieg ich mit 6 anderen neugierigen Freiwilligen den Flieger nach San José, Costa Rica. Die Route führte von Berlin über Amsterdam und Panama nach Costa Rica, wo wir 19:19 Uhr costaricanischer Zeit ankamen.Am Flughafen wurden wir von Alejandra, unserer Sprachlehrerin abgeholt und in die jeweiligen Gastfamilien gebracht. Wir stiegen in das Auto ohne zu wissen was uns die nächsten zwei Wochen erwarten würde. Wir wussten weder, wer die Familien sind, in denen wir die nächsten 15 Tage leben werden, noch wusste wir wie der Sprachkurs aufgebaut ist.

Völlig ahnungslos, etwas platt und voller Vorfreude stiegen wir ein. Nach ca. einer halben Stunde hielten wir an, ich war da und meine Gastfamilie erwartete mich schon.

Als ich mein Zimmer zum ersten Mal betrat, bemerkte ich, wie müde ich eigentlich war. Ich wollte nur noch duschen und ins Bett. Zuerst wurde mir jedoch noch das Haus gezeigt und wir versuchten uns in einem ersten Gespräch.

Das Haus ist sehr geräumig, mit einer fantastischen Küche und einem gemütlichen, kleinen Garten. Auch mein Zimmer ist sehr geräumig und ich kann all meine Sachen verstauen.

Am nächsten Morgen (11.08.) trafen wir zum ersten Mal Irmgard, unsere Landesmentorin. Sie wies uns darauf hin wie wichtig es sei jeden Tag das Shirt zu wechseln und immer Deo und Kaugummis in der Tasche zu haben, weil Europäer*innen in Costa Rica nicht den besten Ruf haben was die Hygiene betrifft.

Zum Mittag fahren wir in eine Soda, um typisch costaricanisch zu essen. Sodas sind landestypische Imbisse, in denen Mittagsgerichte zu günstigen Preisen angeboten werden. Die Grundzutaten für landestypische Gerichte sind meist, Reis, Bohnen (schwarz/rot) und Kochbananen.

Zurück in der Sprachschule wurden wir einem Test unterzogen, der mehr ein nettes Gespräch war als eine Prüfung, um einzuschätzen welches Sprachniveau wir haben. Nachdem alle der jeweiligen Gruppe zugeordnet wurden, geht es auch richtig los.

Wir haben die letzte Woche noch einmal alle Zeitformen wiederholt, wobei ich mir wünschen würde, dass wir mehr sprechen und weniger Arbeitsblätter ausfüllen. Der Sprachkurs geht noch bis zum 25.8. und ist täglich Montag bis Freitag von 14 – 18 Uhr.

Highlight und Kulturschock zugleich

Samstagabend traf ich das erste Mal auf Joel, einen meiner zukünftigen Mitbewohner des Kamehouse. Wir tranken gemütlich ein paar Bier im Roots – einem sehr entspannten Reggae Club und dann wurden mir feierlich meine Schlüssel fürs Kamehouse überreicht. Ich war völlig außer mir. Es kommt so langsam durch, dass ich nicht nächste Woche wieder nach Hause fliege, sondern das Abenteuer gerade erst richtig beginnt.

Meine zukünftige WG lud mich ein am Sonntag (14.08.) mit ihnen zum Aloha Cup Finale , nach Jacó zu fahren. Ich freute mich riesig und war sehr gespannt auf die Leute, die Atmosphäre und einfach alles.

Morgen kurz vor sieben fuhren wir los, Richtung Jacó. Zu fünft in Miguels Auto, inklusive Camí, seiner Hündin – wobei man sagen kann, dass sie das WG Haustier ist – fuhren wir los, um uns mit dem Rest am Parque de la Paz zu treffen. Auf der Fahrt saß ich relativ still im Auto und versuchte zu verstehen, über was die anderen sich so unterhielten. Ich verstand fast gar nichts und fühlte mich mit der Zeit etwas verloren und um ehrlich zu sein auch etwas doof, aber das ist wohl ganz normal am Anfang. In Australien habe ich schließlich auch nicht auf Anhieb immer verstanden, was die Menschen um mich herum sagten. Nach der ersten ernüchternden Erkenntnisse, wurde jedoch mein Ehrgeiz geweckt – irgendwann werde ich sie schon verstehen.

Nach ca. 2 1/2 Stunden kamen wir in Jacó an und das Wetter meinte es echt gut mit uns. Strahlender Sonnenschein, nicht eine Wolke am Himmel, wobei ich sie mir am Nachmittag schon etwas herbeiwünschte. Der Tag an sich war fantastisch, Sonnenschein, Surfmeisterschaft, tolle Menschen und doch wollte ich mich am Nachmittag einfach zurückziehen und für mich sein, aber so einfach war das nicht, weil alle besorgt waren, dass ich mich entweder verlaufe, angemacht oder abgezogen werde. Mich frustrierte es in dem Moment aufzufallen, aber damit werde ich mich wohl arrangieren und es muss ja auch nicht immer nachteilig sein. Reframing wird gerade in der Anfangszeit mein*e beste*r Freund*in sein.

Erstes Fazit

Ich bin seit gerade einmal einer Woche hier und dafür klappt alles doch schon recht gut. Ich bin immer besser in die Familie integriert, wir lachen viel und erzählen auch über alles mögliche. Heute Abend koche ich Hackbällchen mit Kartoffelbrei und Mischgemüse, um ihnen ein Deutsches Gericht zu zeigen. Sie kochen hier alle ganz fantastisch und es gibt jeden Tag nur leckere Sachen. Gut, dass ich nicht ein Jahr in der Familie lebe, sonst würde ich wieder 10+ zunehmen, wie damals in Australien.

So langsam kann ich mich etwas in der Stadt orientieren und fange an das Bussystem nach und nach auszukundschaften. Zur Not gibt es immer hilfsbereite Menschen, die einem die Ahnungslosigkeit ansehen und sofort versuchen zu helfen.

In nur einer Woche sind schon so viele Dinge passiert:

  • Tanzunterricht
  • Besuch einer costaricanischen Schule, um mit den Kindern zu spielen, zu singen, zu basteln
  • Besuch eines Flohmarktes
  • Besuch des Nationaltheaters, um ein Konzert eines costaricanischen Künstlers zu hören
  • Fahrt zur Pazifikküste ( Playa Mantas, Jacó) – beide nicht die schönsten Strände, aber es gibt gute Wellen zum Surfen

Am Samstag möchte ich mit den anderen Freiwilligen zum Vulkan nach Alajuela fahren und Sonntag ist Familientag und ich mache einen Ausflug mit meiner Gastfamilie.

Ich habe den ersten Schock überstanden und freue mich auf alles was kommt. Fotos folgen in den nächsten Tagen und ich halte euch auf dem Laufenden. Am 31.08. habe ich meinen ersten Arbeitstag.

Besos y Abrazos

Jules

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  1. Anonymous

    Sehr schön mein Herz. Ich freue mich zu lesen, dass es dir besser geht und es einfacher wird. Man wächst eben doch mit seinen Aufgaben! Ich bin stolz auf dich !!!

  2. Steffi

    Huch, zu schnell auf abschicken gedrückt 🙂 Es grüßt dich deine Schwester…

  3. Thomas

    Ach Anonymous (Steffi)… machen Wir uns lieber Gedanken wie man Jule in einem Jahr wieder aus Costa Rica wieder raus bekommt…wenn Sie das ganze Land verzaubert hat und alle Menschen Ihr zu Füßen liegen… !!! DAS IST DAS WAHRE PROBLEM !!! 😀

    Immer locker bleiben 😉 … Jule macht das schon !!!

    Freue mich schon riesig auf die Bilder

  4. Joel PV

    Muchas gracias por incluir mi nombre y el de Kame House, es todo un privilegio conocerla.
    Espero que lo positivo prevalezca.
    Deseo que su experiencia con nosotros sea grata y muy positiva.
    Saludos.


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